Finale Version BitLicense Framework zur Regulierung von Firmen rund um virtuelle Währungen veröffentlicht

Jun 5, 2015

Nach einer zweijährigen Phase mit zwei Kommentierungsperioden ist die dritte und damit finale Version des sogenannten BitLicense Framework für den Staat New York am 3. Juni veröffentlicht worden. Damit wurde die Basis zur Regulierung von Firmen geschaffen, die Geschäft rund um virtuelle Währungen in New York betreiben wollen. Als virtuelle Währung werden digitale Einheiten verstanden, die für den Tausch mit anderen Währungen und als Wertspeicher geeignet sind und die durch Berechnung oder einen anderen Herstellungsschritt geschaffen werden. Sowohl Implementierungen mit dezentralem Repository als auch mit zentralem Repository sind möglich. Virtuelle Währungsimplementierungen, die sich ausschließlich im Kontext von geschlossenen Spieleumgebungen bewegen, die nicht frei in andere Fiat- oder virtuelle Währungen getauscht werden können und deren Herausgeber gleichzeitig auch ausschließlicher Lieferant für Produkte und Services dieser Währungen sind, fallen nicht unter die Definition im Rahmen des BitLicense Framework. Ebenso fallen digitale Einheiten im Zusammenhang mit Prepaid Karten nicht unter diese Regulierung.

Das BitLicense Framework stellt eine Richtlinie für Firmen rund um Crypto Currencies und andere digitale Währungen dar, um sich für das jeweils angestrebte Geschäft registrieren zu lassen. Mit dem Gesetz wird das Vertrauen in Innovationen rund um digitale Währungsimplementierungen deutlich gestärkt. Hervorzuheben ist, dass sich das NYDFS im Rahmen des offenen Kommentierungsverfahrens bemühte, eine Balance zwischen regulatorischen Zielen in Richtung Konsumentenschutz, Cyber Security, Vermeidung von Geldwäsche und der Ausschöpfung von Möglichkeiten neuer Technologien zu finden. Trotz der erheblichen finanziellen Mittel und der Verfügbarkeit von Fachleuten insbesondere im Bereich Compliance und Risiko-Management, die für die Erfüllung der Anforderungen erforderlich sind, wurden die Interessen von Startups in dem Umfeld so weit wie möglich ernst genommen. Es bleibt zu hoffen, dass den Ankündigungen über die Unterstützung von Startups, die nicht nur Software liefern wollen, sondern sich auch als neue Dienstleister rund um virtuelle Währungen etablieren wollen, auch die erforderlichen Taten folgen. Nur so kann New York sein Ziel erreichen, Innovationen rund um Crypto Currencies nach New York zu ziehen und sich damit gegenüber der Konkurrenz mit anderen Hubs zu behaupten.

Das Team von Leondrino Exchange begrüßt die Verabschiedung des BitLicense Frameworks und wird die Vorbereitung des Antrags für die Zulassung in den für das Kerngeschäft erforderlichen Rollen weiter beschleunigen. Das BitLicense Framework verbessert entscheidend die Voraussetzungen für die erfolgreiche Etablierung von Markenwährungen, wie sie von Leondrino Exchange angestrebt wird.

Peter Reuschel, New York/ Berlin 05. Juni 2015

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Peter Reuschel

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Peter Reuschel ist Mitbegründer und COO von Leondrino Exchange, Inc. und kann Erfahrung als Serien-Unternehmer und im Venture Capital vorweisen. Im Anschluss an sein Informatik-Studium sammelte er beruflich Erfahrung bei IBM und SAP.